Schadensbegrenzung in den ersten 10 Minuten.

Wenn die Sofortmaßnahmen erledigt sind und der Hörer wieder aufliegt, können Sie weitere wichtige Schritte tun, ohne in Gefahr zu geraten. Diese Schritte helfen uns – und Ihrer Versicherung.

Inventar sichern.

Heben Sie Möbel auf Stelzen oder Klötze, sobald es gefahrlos möglich ist. Bringen Sie empfindliche Gegenstände – Teppiche, Elektronik, wichtige Dokumente, Bücher – in einen trockenen Raum. Polster und Matratzen aus dem direkten Spritzwasserbereich entfernen.

Beweise sichern.

Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schadensort, von betroffenen Bauteilen und beschädigten Möbeln, bevor Sie mit dem Aufwischen oder Aufräumen beginnen. Diese Fotos sind später Gold wert für die Versicherungs­regulierung. Wenn Sie unsicher sind, was wichtig ist: lieber zu viele als zu wenige Fotos.

Wasser entfernen.

Stehendes Wasser mit Eimern, Lappen oder einem Nasssauger aufnehmen, sofern gefahrlos möglich. Vorsicht bei elektrischen Geräten und Steckdosen – wenn der Strom noch nicht abgeschaltet ist, lassen Sie es lieber.

Eine gute Doku in den ersten 10 Minuten kann später Tausende von Euro Differenz bei der Versicherungsregulierung bedeuten.

Was wir in den nächsten 60 Minuten tun.

Sobald Sie uns angerufen haben, läuft der LESA-Prozess. Diese Schritte passieren parallel und ohne Ihr Zutun:

  • Erstanalyse am Telefon. Wir klären die wichtigsten Fragen – Schadensbild, Adresse, Erreichbarkeit – und bewerten die Dringlichkeit. Bei akuten Notfällen sind wir innerhalb von 60 Minuten vor Ort.
  • Projektleiter macht sich auf den Weg. Ein erfahrener LESA-Projektleiter kommt persönlich. Mit Messtechnik im Gepäck, mit Plan im Kopf.
  • Erste Maßnahmen vor Ort. Sicherung der Bausubstanz, erste Feuchte­messungen, Foto-Doku, Sofort-Maßnahmen nach § 82 VVG.
  • Versicherung informieren. Auf Wunsch übernehmen wir die Erstmeldung an Ihren Versicherer – mit allen relevanten Daten und Fotos.

Ab wann ist es ein Notfall?

Manchmal ist die Antwort eindeutig – ein geplatzter Boiler, ein offener Wasserstrahl, eine völlig durchnässte Decke. Manchmal ist sie es nicht. Diese Zeichen sind ernst zu nehmen:

  • Wasser läuft sichtbar oder hörbar, ohne dass eine Quelle erkennbar ist (verstecktes Leck).
  • Eine Wand ist plötzlich feucht, ohne erkennbaren Grund (mögliche Steigleitung).
  • Ein muffiger, modriger Geruch tritt auf – ein Indiz für versteckte Feuchte und beginnenden Schimmel.
  • Wasserspuren oder Verfärbungen an Decken oder Wänden, besonders nach Regenfällen.

In all diesen Fällen: nicht warten. Je früher wir kommen, desto kleiner bleibt der Schaden. Eine schnelle Erstbegehung kostet bei einem versicherten Schaden in der Regel nichts und kann viel sparen.